In den Tempeln und Palästen Japans wird seit vielen Jahrhunderten feines Räucherwerk verwendet. Die ersten Duftrezepte sind in Japan schon vor etwa tausend Jahren aufgezeichnet worden. Seitdem kennen wir unzählige faszinierende japanische Duftvariationen. Generell sind die japanischen Düfte selten blumig. Meistens dominiert der Geruch von Hölzern und Kräutern. Ein blumiger oder auch ein grüner Unterton wird zwar geschätzt, aber nur im harmonischen Verbund mit den klassischen Zutaten wie Sternanis, Zimt, Narde, Sandelholz, Adlerholz und anderen Kräutern, Harzen und Hölzern. Dies ist das Wesen der japanischen Dufttradition.
Die Räucherstäbchen Kenmei Do werden von kleinen Familien-Manufakturen nach traditioneller Fertigungsart hergestellt. Natürliche Zutaten wie Hölzer, Kräuter, Blüten und Harze werden schonend miteinander verrieben und mit Wasser zu einer Paste angerührt. Diese Paste wird durch feine runde Öffnungen gepresst. Die so entstandenen Stäbchen werden geschnitten, getrocknet und gelagert. Durch die Reifung in trockenen Räumen entfaltet sich dann das herrliche Bouquet. Die Reifung beträgt in manchen Fällen mehrere Jahre.